26.12. In die Phang Nga
Bucht zum James Bond Felsen
Wieder müssen wir früh zum
Frühstücken gehen.
Gegen 7:45 Uhr werden wir zu
unserem heutigen Ausflug in die Phang Nga Bucht abgeholt. Mit einem
Kleinbus fahren wir an die nördliche Ostseite der Insel.
Gegen 9:15 Uhr legen wir mit
dem Expressboot in Ao Po Bay ab.
Vorbei an den Panak Islands
erreichen wir gegen 10:00 Uhr Hong Island. Unser Tourguide erklärt
uns, dass sich im innern der Hongs wunderbare Lagunen befinden, da
diese Felsinseln im Laufe der Jahrhunderte vom Regen ausgewaschen
wurden. Er erklärt auch, das er einen so extrem hohen Wasserstand
noch nicht erlebt habt und deshalb kann nicht mit dem Kanu ins Innere gefahren
werden. Wir bestaunen noch eine Weile die bizarren Felsen.
Als wir weiterfahren bemerken
wir, dass unser Tourguide aufgeregt mit dem Handy telefoniert und
plötzlich ganz blass wird. Wenige Minuten später erfahren wir, dass
um 9:45 Uhr auf der Westseite von Phuket eine etwa 8 Meter hohe Welle in Patong
niederging und das es Verletzte und Tote gegeben hat. Vom genauen
Ausmaß ist noch nichts weiteres bekannt.
Gegen 11:00 Uhr erreichen wir
den weltberühmten James Bond Felsen. Während wir diese
Sehenswürdigkeit bewundern, telefoniert unser Tourguide ständig mit
Phuket um mehr in Erfahrung zu bringen.
Während wir weiter durch eine
faszinierende Inselwelt zum Mittagessen zu den Seezigeunern fahren,
erfahren wir vom Tourguide, dass gegen 12:00 Uhr eine zweite Welle
in Phuket erwartet wird und wir für's Erste bei den Seezigeunern
bleiben müssen. Er erzählt uns auch, dass die ganze Westküste von
Phuket betroffen ist, das bereits von Hunderten Toten und Tausenden
Verletzten gesprochen wird und das die Städte derzeit mit LKW's
evakuiert werden. Wir versuchen Deutschland mit dem Handy zu
erreichen, aber leider sind die Netze völlig überlastet. Später heißt es dann gegen 14:00 Uhr und wieder
später gegen 15:00 Uhr kommt die zweite Welle.
Um 15:30 Uhr dann die
Entwarnung, es kommt keine zweite Welle und wir dürfen zurück nach
Phuket. Das die weiteren Aktivitäten dieses Tages ausgefallen sind
stört nun niemanden an Board.
So gegen 17:00 Uhr kommen wir
wieder in Ao Po Bay an und sehen die ersten Auswirkungen der
Flutwelle, die auch auf der Ostseite der Insel noch Verwüstungen
angerichtet hat, denn sogar unser betonierter Landungssteg ist
völlig weggerissen. Also müssen wir die letzten Meter an das Ufer
durch das Wasser waten. Auf unserer Rückreise zum Sabana sehen wir
am Ranai Beach weitere Verwüstungen.
Als wir gegen 18:30 Uhr
endlich wieder am Nai Harn Beach ankommen, wird uns erst so richtig
bewusst, was wir für ein Glück hatten und an diesem Tag einen
Ausflug in die Phang Nga Bucht gemacht hatten, denn sicher wären
auch wir zum Unglückszeitpunkt am Strand gelegen. Die vier Restaurants,
die drei Schneider, ein Minimarkt und ein Massagesalon an unserer
kleine Strandstraße sind vollkommen dem Erdboden gleich. Von unserem
Hotel wurde das Cafe und Gourmet Restaurant völlig weggerissen. Die
ersten beiden Reihen der Bungalows waren bis zu einem Meter Höhe
unter Wasser gestanden. Ganz zu schweigen, was die Flutwelle an Müll
mit in die Anlage gespült hat. Der Strand total verwüstet.
Wir sprechen mit anderen
Hotelgästen über die Ereignisse hier während der Katastrophe und wir
erfahren, das leider auch an unserem Beach Tote unter den
Einheimischen zu beklagen sind und es natürlich auch viele Verletzte
gegeben hat. Wir werden gefragt, ob wir uns schon in die
Anwesenheitsliste eingetragen haben, da wir ja bis jetzt als
vermisst gelten, weil wir auf Ausflug waren. Dies holen wir sofort
nach und gehen in unseren Bungalow. Zum Glück hier kein Schaden und
alles im Trockenen. Als wir noch mal zur Lobby gehen, treffen wir
Alex und Stefan, die Zwei waren mit uns in der Phang Nga Bucht und
beschließen mit Ihnen ins nahe gelegene Dörfchen hinter der Laguna
des Nai Harn Beach zum Abendessen zu fahren. Wir essen hervorragend
in einem Thairestaurant, dass von einem Schweitzer geführt wird.
Mit einem Taxi fahren wir
gegen 23:00 Uhr wieder zurück in unseren Bungalow.