25.2. Pamukkale und Hierapolis
06:30 Uhr
Abfahrt mit dem Bus nach Pamukkale. Wieder wurden wir dem Bus mit den
vielen Kindern zugeteilt. Nichts gegen Kinder, aber die Eltern haben
ihre Kinder nicht im Griff, denn bereits nach einer Stunde Fahrt tollen
die Kinder im Bus herum, schreien und der Reiseleiter von Broncetours
unternimmt nichts dagegen.
13:00 Uhr
Unser Mittagsdomizil ein Rastplatz in den Bergen des Taurusgebirges. Es
ist windig und sehr kalt.
14:15 Uhr
Wir erreichen den Fuß von Pamukkale. Pamukkale ist eine der schönsten Naturlandschaften der Türkei und
deshalb auch eines der beliebtesten Ausflugsziele von Urlaubern an der
türkischen Riviera. In Pamukkale befinden sich weiße Sinterterrassen, die von
weitem aussehen, als wären sie vollständig von Schnee bedeckt.
Thermalquellen bewirken die Aufheizung der einzelnen kleinen Becken an
den Hängen. Aus den Thermalquellen fließt mit einer Temperatur von 36° Celsius
kalkhaltiges Wasser über die einzelnen Terrassenstufen nach unten. Wenn
das heiße Wasser abkühlt, lagert sich der darin enthaltene Kalk auf den
Stufen an, ähnlich wie in einer Tropfsteinhöhle. So haben sich im Laufe
der Jahrtausende viele kleine Becken gebildet, die das Wasser auffangen
und es über den Rand weiter nach unter fließen lassen. Je weiter sich
das Wasser von der Quelle entfernt, desto mehr kühlt es sich ab. Daher
hat das Wasser in den verschiedenen Becken jeweils unterschiedliche
Temperaturen. Schon die alten Römer kamen nach Pamukkale, um sich in den
Thermalquellen zu entspannen, sich zu erholen oder um verschiedene
Beschwerden wie beispielsweise Rheuma zu kurieren. Aus dem Römischen
Zeitalter stammen auch die Ruinen auf dem Gelände. Wunderschön ist auch
das Farbenspiel in Pamukkale bei wechselndem Licht während des
Sonnenuntergangs.
14:45 Uhr
Ankunft in den Ruinen von Hierapolis.
Die alte Stadt Hierapolis führt in die Antike! Die Ruinen der antiken
Stätte stehen auf einem Travertinplateau, das sich in Jahrtausenden von
Jahren durch die Mineralablagerungen des Wassers aus dem südlichen
Abhang des Caldagi nördlich der Stätte gebildet hat. Hierapolis ist eine
um 190 v. Chr.
gegründete Stadt des pergamenischen Königs Eumenes II. und ist nach
Hiera, der Gemahlin des Telephos, des mystischen Ahnherrn der Pergamener
benannt worden. Das heute Pamukkale
genannte Hierapolis im Jahre 133 Teil der römischen Provinz Asia. Hier
hatte die römische Badekultur vor zweitausend Jahren ihre Entsprechung
in Kleinasien gefunden. Die Stadt hatte schätzungsweise 100.000
Einwohner. Marmorkapitelle weisen auf die große Bedeutung von Hierapolis
hin; es war Zentrum des Kybelekultes, der Verehrung der großen Mutter
Erde. Auch das Thermalwasser wurde wegen seiner heilenden Wirkung
verehrt. Die Reste des Nymphäums lassen die Größe erahnen: Eine weithin
sichtbare Brunnenanlage. Das Theater der Stadt ist die am besten
erhaltene Spielstätte in Kleinasien und bot ca. 15.000 Zuschauern Platz.
Hierapolis, ein antiker Kurort, in dem Natur und Kunst sich auf das
Schönste ergänzen. Bis heute hat es nichts von seiner Faszination
eingebüßt.
15:15 Uhr
Pamukkale oben auf dem Berg. Die weißen Terrassen von Pamukkale, auf die
sich der Name ''Watteschloss'' bezieht, bilden nur die aktive, sich noch
in Bewegung befindliche Front dieses Plateaus.
Leider hat dieses Naturwunder schon viel von seiner
ursprünglichen Schönheit verloren. Die ehemals schneeweißen Terrassen
wirken mittlerweile etwas dreckig und abgenutzt. Um die Schönheit von
Pamukkale auch der Nachwelt zu erhalten, wurde der Tourismus in den
vergangenen Jahren immer weiter eingeschränkt und auch die Hotels wurden
bereits gänzlich abgerissen. Außerdem werden die Besucher veranlasst,
sich so zu verhalten, dass die Terrassen nicht weiter geschädigt werden
können. Seit einiger Zeit ist das Betreten mit Schuhen verboten.
17:00 Uhr
Wir erreichen unser Hotel "Colossae". Auch dies ist ein 5-Sterne-Hotel.
Das Abendessen ist auch hier in Buffetform und sehr gut. Die
Getränkepreise sehr hoch, man kann ja sonst nirgends woanders hin.